Fotokunst bei Lumas, London

Die Galerienkette LUMAS eröffnet eine weitere Filiale in der Kunstmetropole London. Das Portfolio der Editionengalerie schmückt sich mit bekannten Fotokünstlern wie Stephen Shore, Jeff Wall, Ralph Ueltzhoeffer, Nan Goldin uvm. (Lumas: Jeff Wall).

Die Editionengalerie Lumas schenkt uns Fotokunst vom Feinsten in zugegeben hohen Auflagen aber dafür von etablierten Fotokünstlern. Lumas macht den Mythos Fotokunst bezahlbar und öffnet die Tür für ein breiteres Publikum. Mit dem Internet und dem damit freien, kostenlosen Zugang zu Informationen ist das Wissen über Kunst sowie das sogenannte „System Kunst“ (Kunstforum) mehr oder weniger Makulatur! Die Auserwählten, die früher über künstlerisches Talent entschieden haben, verlieren zunehmend an Einfluss, die Kunst fängt an sich zu demokratisieren – zum Leidwesen einiger. Haben wir bei Stuttgart21 nicht eine ähnliche Entwicklung. Und was hat das alles mit Lumas zu tun? Die einzige namhafte Galerie, die sich traut, junge, unverbrauchte Kunst mit Kunstgrößen gemeinsam zu präsentieren!

Für was Lumas außerdem steht: Stefanie Schneider, wir erinnern uns… Polaroids, angeblich, sicherlich nicht besonders geistreich aber dafür mit viel Gespür für die Registrierkasse. Mit Skandalen kennt sie sich aus, mit Tricks in der Fotografie ebenso. Äußerungen wie ein zunehmend schwaches Portfolio bei Lumas treibe sie in die Arme New Yorker Galerien stimmt uns traurig. Welch herber Verlußt für unsere Wohnzimmer. Ob ein Jeff Wall diese Lücke wohl schließen kann 🙂 Lumas: Biografien als Kunst von Ralph Ueltzhoeffer. (Lumas, London).

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2 comments so far

  1. Michael on

    Tut mir leid, aber wofür Lumas wirklich steht: übergroße, bessere Poster, Auswahl der Künstler ausschließlich nach Vermaktbarkeit, dadurch insgesamt ein schwaches, wenig innovatives Portfolio, minimale Umsatzbeteiligung der Künstler, Entwertung von Fotokunst, und ein paar eingekaufte Editionen von Künstlern die finanziell schon ausgedient haben.

    • kulturkunstpolitik on

      Und was war vor dem Editionenkonzept? (Lumas) Überhebliche Galeristen die sich in ihrer Arroganz selbst überboten haben. Ich würde dieses Phänomen als Demokratisierung in der Fotokunst bezeichnen! Die hochwertigen Fotografien als Poster zu bezeichnen trifft nicht ganz zu… Ich konnte mich vor kurzem von der Qualität (Präsentation) der Fotos überzeugen und war erstaunt über das Preis-Leistungsverhältnis. Das Thems „Vermarktbarkeit“ in der Kunst im allgemeinen: Die meisten bekannten Künstler wurden in namhafte Galerien eingekauft und das funktioniert folgendermaßen… Die Qualität der Kunst steht unterhalb des Einkaufsvolumens d.h. als noch unbekannter Künstler braucht man große finanzielle Mittel und daraus resultieren dann die richtigen Verknüfungen (Pressearbeit, Museen, Sammler, Professur, Documenta etc.) mit einbezogen. Um es auf den Punkt zu bringen… der Editionenmarkt ist die einzige Chance für junge Fotokunst! Ob die Kunst dadurch entwertet wird sei mal dahin gestellt – Wenn die Fotografien im Keller oder auf Festplatten vor sich hin sterben ist damit auch niemandem gedient.


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